Donnerstag, 17. November 2016

Wendecardigan Lady Card*ee

Ein Projekt, das in die Kategorie fällt: Gut´Ding braucht Weile.
Begonnen hat das Ganze mit dem speziellen Stoff, der mir quasi zugelaufen ist - italienisches Design, Fly fly von Marc Cain. Eigentlich ist dieses Muster sehr untypisch für mich, aber man muss auch manchmal was Neues probieren. Dass der Stoff preislich ein Schnäppchen war, erleichterte die Kaufentscheidung. Das Muster hat was, er fühlt sich auch ganz großartig an und ist extrem dehnbar und ....
...ja, und das wurde mir fast zum Verhängnis, aber dazu etwas später. 
Zuerst wusste ich nicht, welcher Schnitt zum Zug kommen sollte. Ich entschied mich, einen Cardigan zu nähen. Lady Card*ee gefiel mir sofort sehr gut und versprach easy zu sein. Überhaupt frag ich mich, warum mir NipNaps erst vor kurzem aufgefallen ist? 
Mir war schnell klar, dass der Stoff viel zu dünn und elastisch war für einen Cardigan. Das Teil einfach nur zu füttern, wär ja viel zu einfach gewesen, eine Wendejacke sollte draus entstehen.
Für die zweite Seite bestellte ich mir einen Flamé Jersey in schwarz. Dieser hat etwas Struktur und somit nicht NUR langweilig schwarz, außerdem ist er nicht sehr elastisch und sollte dem Cardigan etwas Festigkeit geben. 
Die Verarbeitung der schwarzen Seite war einfach, aber die Fly fly-Seite stellte sich als Katastrophe heraus! Ich habe mittlerweile schon einige Jersey-Stoffe vernäht und hatte auch mit meiner bescheidenen Ausrüstung kaum Probleme. Aber hier war das anders - die Naht schlug Wellen, egal was ich anstellte, die waren nicht von schlechten Eltern - unmöglich! Mir blieb nichts anderes übrig, als alle Nähte vorher mit Stylefix zu kleben. Das war zwar aufwändig, ging aber einigermaßen. Ich bin offen für Ezzes!
Dann mussten die beiden Jacken noch zusammengenäht werden. Die Ärmelbündchen bereiteten mir einen ordentlichen Knopf im Kopf. Diese Anleitung half mir dabei sehr, danke Cornelia!
Zwischendrin verließ mich die Motivation, und das halbfertige Teil lag ein paar Tage herum, aber dann fasste ich mir ein Herz und vollendete das Werk und hier ist es - und ich bin VOLL happy damit!

Mittwoch, 16. November 2016

Elsenhoodie No3

Ich hatte eigentlich den Vorsatz, keine Kapuzenpullis mehr zu nähen (denn wieviele davon braucht man/brauche ich wirklich?), doch dann sind mir diese Stoffreste in die Hände gefallen - ein mintgrüner (dabei mag ich mint als Farbe eigentlich gar nicht) Kuschelsweat und ein graues (grau geht immer) Pendant. 
Den Elsenschnitt hatte ich ja schon 2mal in Stücke zerteilt - hier und hier. Um das Ganze etwas aufzupeppen, verwendete ich weiße elastische Paspel. Paspeln haben meinen Eisbärenhoodie schon so nett behübscht, wie ich finde. 


Dienstag, 15. November 2016

Tante Hertha in grau

die erste - und sicher nicht die letzte - Tante Hertha von echt Knorke nähte ich schon vor einigen Wochen aus einem ganz tollen Jersey von dem ich leider gar nicht viel weiß (weil im Abverkauf erstanden). Ganz besonders gefällt mir die dezente Musterung und die Struktur des Stoffes, die ihn elegant machen. Sehr dehnbar ist er allerdings nicht. 
Leider beging ich einen fatalen Fehler...ich vergaß ihn vorzuwaschen. Und er lief ein - das Shirt war ursprünglich um einige cm länger (ca. 10 cm!), die Ärmel auch. Ärgerlich. Ich finde, es ist gerade noch tragbar und das tue ich auch! 
Wäscht ihr alle Stoffe vor? 

Donnerstag, 3. November 2016

der erste Mantel / ein Gemeinschaftsprojekt

...mit einer guten Freundin. MEINE Idee war es wahrlich NICHT, einen Mantel zu nähen, es war eher so dass ich mich dazu anstiften ließ. Das Modell - so ganz klassisch im Schnitt, weniger klassisch die Stoffwahl, ein Neopren. Ich hab hier vor ein paar Wochen bereits eine jErika-Jacke aus Neopren gezeigt. Selber Stoff, andere Farbe - blau - und gar nicht so dezent.
Die Freundin suchte den Schnitt aus - sollte ja auch IHR Mantel werden. Die Wahl fiel auf einen Burda-Schnitt, ganz bequem in Papier (nix drucken und schon gar nix kleben, juhu!). Weniger bequem war uns zumute als wir entdeckten, dass die Burda-Schnitte offensichtlich recht klein geschnitten sind und die 36 (bereits ausgeschnitten) vielleicht etwas zu eng sein könnte (schließlich soll noch etwas drunter passen ;-)
Was lerne man/ich daraus: besser vorher die Maßtabellen studieren!
Mit etwas Bauchweh schnitt ich nach Gefühl eine Größe größer zu. Ob das wohl gut gehen sollte?
Nähen und absteppen lässt sich der Stoff erstaunlich gut. Nachdem die Eingriffstaschen erledigt waren, gings auch flott voran. Sogar der Kragen klappte recht gut und die selbst entworfenen Knopflöcher wurden recht ordentlich. Nie hätte ich gedacht, dass ich jemals Schulterpölster verwenden würde...
In ein paar gemeinsamen Nähabenden war das Werk ohne gröbere Probleme vollbracht und es passte bestens! 
Als Unterstützung wurden wir hervorragend bekocht und Wein gabs auch ;-)

Als Krönung eines besonderen Projekts fand das Foto-Shooting in LONDON statt - obwohl, als Shooting kann man es nicht wirklich bezeichnen - die Bilder entstanden eher on the way zwischen Frühstück nahe der London Bridge und dem Besuch der Tate-Modern ;-) Noch dazu durfte ich HINTER der Kamera stehen, da fühl ich mich ja viel wohler!!

Hier das Ergebnis: